Anschrift:

Kolpingfamilie Rottenburg

Jahnstraße 23

84056 Rottenburg


Letzte Aktualisierung:

Mittwoch, 29. Mai 2024

    K O R  O N  A

KOLPING  ROTTENBURG  NACHRICHTEN              Nr.1

 

Liebes Mitglied unserer Kolpingfamilie!

 

KORONA - was ist das?

 

Nun, ganz einfach - dieses Wort ergibt sich aus

 

KOlping ROttenburg NAchrichten.

 

Damit wollen wir den Mitgliedern von Aktivitäten und Veranstaltungen unseres Vereins rückblickend und vorausschauend berichten, auch über solche Ereignisse, die nicht in der Presse veröffentlicht werden - wenn man so will, eine kleine Vereinszeitung also.

 

Wie in jedem Verein, so ist auch in unserer Kolpingfamilie ein Teil der Mitglieder das ganze Jahr aktiv in das Vereinsgeschehen eingebunden, während ein anderer Teil aus zeitlichen, örtlichen oder sonstigen Gründen nur manchmal (einige Mitglieder leider auch gar nicht mehr) sich von unserem Programmangebot ansprechen läßt.

Mit „KORONA“ wollen wir den Versuch starten, dass es gelinge, dass sich das Wissen um unser Vereinsleben nicht nur auf das Programmblatt und einige Zeitungsberichte beschränkt. In einem geplanten Turnus von zwei Folgen pro Jahr wollen wir zudem den Verantwortlichen unserer Kolpingfamilie Gelegenheit geben, sich zu bestimmten Sachverhalten oder Problemen den Mitgliedern gegenüber zu äußern.

 

„KORONA“ ist auch die Bezeichnung für „eine fröhliche Gemeinschaft, einen Freundeskreis“ - möge uns zur Festigung unserer Kolpinggemeinschaft ein Wort Adolph Kolpings helfen, das heute wie vor fast einhundertfünfzig Jahren zutrifft: „ Der Mensch muss seines Glaubens froh werden, wenn er ihm mit ganzem Herzen anhangen soll“.

 

Rückblick

 

Das Angebot an die Mitglieder, sich am Programm zu beteiligen, ist vielfältig und für alle Altersschichten ausgerichtet.

Hier eine Rückschau auf (nicht alle) Veranstaltungen in der letzten Zeit.

 

4. Mai: Das Pracklturnier am Volksfestplatz war wieder ein voller Erfolg. Bereits seit 1990 wird das Turnier durchgeführt, unser damaliger Vorsitzender Hermann Steffling erinnerte sich dieses beliebten, urbayerischen Spiels und nahm es in das Kolpingprogramm auf. Das Turnier war auch heuer wieder gut organisiert (Monika Huber) und die Bereitschaft vor allem unserer jungen Mitglieder, mitzuhelfen, war sehr erfreulich. Anfang Mai schmeckten zu Beginn der „Grillsaison“ die Koteletts und Würstlsemmeln von unserem Grillstand natürlich besonders gut. Helmut Hoffmann nutzte die Gunst der Stunde und wurde bei den Herren Sieger, nachdem Lothar Oberpriller, der Dauersieger der vergangenen Jahre, aus beruflichen Gründen nicht anwesend war. Dafür hielten sich die restlichen Mitglieder der Familie Oberpriller, Christa, Matthias und Andrea mit jeweils dem ersten Platz in ihrer Gruppe schadlos.

 

5 Mai: Die Kolpingjugend traf sich im Pfarrheim zum T-Shirt-Bemalen nach eigenen Ideen; die Ergebnisse der sieben jungen „Picassos“ waren durchaus „beeindruckend“.

 

8. Mai: Eine Gruppe mit über 30 Teilnehmern startete an Christi Himmelfahrt zum Kolpinggausflug nach Sinzing, um den Rottenburger Kolpingsohn Dieter Zinecker zu besuchen. Nach mehrjähriger Kaplanszeit in Straubing St. Jakob ist Dieter Zinecker seit September 1996 Pfarrer in Sinzing und hat sich dort schon recht gut eingelebt. Nachdem an diesem Tag auch Thomas Zinecker aus seinem „bischöflichen Domizil“ aus Regensburg herüberfuhr und mit uns den Gottesdienst feierte, kam es in Sinzing zum Familientreff der Zinecker‘ s. Nach dem Gottesdienst erkundeten wir unter Wegweisung des Sinzinger Pfarrherrn - nicht ganz planmäßig - die Wälder rund um Sinzing und hatten uns anschließend im benachbarten Eilsbrunn das Mittagessen (schmeckte ausgezeichnet und keine Wartezeit!) redlich verdient. Am Nachmittag wurden wir im Pfarrheim noch mit Kaffee und Kuchen bewirtet und Dieter Zinecker führte uns zum Schluss durch seine Pfarrkirche. Vorsitzender Gottfried Wiesmüller übergab als Dank für den gelungenen Tag an Dieter Zinecker das neue Rottenburger Heimatbuch.

 

16./17. Mai: Eine kleine, aber dafür umso treuere Schar nimmt seit vielen Jahren an der Fußwallfahrt nach Altötting teil. Auch heuer waren dank der Initiative von Hermann Jobst sechs Mitglieder dabei und haben sicher einige Anliegen unserer Kolpingfamilie in ihr Gebet mitaufgenommen.

 

29. Mai: Fronleichnam - seit jeher ein Fest, in das unsere Kolpingfamilie fest eingebunden ist durch das Gestalten der Blumenteppiche, die Himmelträger und Vorbeter. Die Entwürfe und das Gestalten der Teppiche bei Drogerie Clemens (Regina Jobst und Reinhard Zormeier) und Gotz in der Neufahrner Straße (Manuela Forstner und Michael Maß) haben auch dieses Jahr wieder allgemein viel Lob und Bewunderung gebracht.

 

Zu einem „Klerustreffen“ gestaltete sich dann am Nachmittag das traditionelle Gartenfest des Familienkreises im Zineckergarten. Neben den beiden Zineckerbrüdern waren auch Präses Pfr. Rabl und von Dieter Zinecker ein Studienkollege, der in Oberhatzkofen den Fronleichnamsgottesdienst gehalten hatte, gern gesehene Gäste. Als Getränkesponsor sei hiermit Franz Eigenstetter und für die nun schon vierzehn Jahre währende Gastfreundschaft Familie Zinecker herzlich gedankt. Die Kosmetikkünste einiger junger Damen aus unserem Kreis ließ Herr Pfarrer Rabl geduldig über sich ergehen - mit dem Ergebnis waren „Täter“ als auch „Opfer“ am Ende scheinbar recht zufrieden.

 

01. Juni: Autofreier Sonntag - für die Kolpingfamilie war an diesem Tag Großeinsatz angesagt. Nachdem sich unser Verein bereits letztes Jahr durch die Übernahme der Bewirtung einen guten Namen gemacht hatte, sollte diese heuer (auch auf Wunsch unseres 1. Bürgermeisters) wieder durch uns erfolgen.

Insgesamt 51 (!) freiwillige Helfer setzten sich am Grillstand, an der Schänke, als Bedienung usw. dafür ein, dass die zahlreichen Gäste sehr zufrieden mit der Leistung unserer Mannschaft sein konnten. Ein adrettes Erscheinungsbild gaben dabei die Bedienungen mit ihren neuen Westen ab, die auf Initiative unseres Vorsitzenden über die Kolpingwerkstätte Tirschenreuth gekauft wurden. Überhaupt sei an dieser Stelle erwähnt, dass dank der Idee und des Engagements von Gottfried Wiesmüller durch Anschaffung von Geräten wie Friteuse, Gasgrill, Wärmebehältern etc. und der Unterstützung unseres Mitglieds Franz Eigenstetter die Durchführung solcher Großveranstaltungen erst möglich ist.

Die Kolpingkasse hat sich über den warmen Regen aus dem Erlös des autofreien Sonntags sicher gefreut.

 

21. Juni: Johannisfeuer - Eine solche Veranstaltung steht und fällt mit dem Wetter, so auch dieses Jahr. Obwohl die Witterung unbeständig war, kam der große Regen erst, als die letzte Grillwurst verkauft war; die Regengüsse halfen dann gleich mit, die Feuersglut zu löschen.

Anzumerken wäre, dass sich Gottfried Werkmann mittlerweile zum Perfektionisten bzgl. des Holzstoßaufrichtens entwickelt hat.

 

07. Juli: Großes Interesse fand der Cocktailabend - natürlich alkoholfrei - bei der jüngsten Kolpingjugend. Unter Anleitung von Johanna und Elisabeth Fuß mixten die Barkeeper von morgen leckere Cocktails, die natürlich selbst getrunken wurden und auch gut schmeckten!

 

12. Juli: Zum 1. Rottenburger Brezentest fand sich am Vormittag eine Anzahl Kolping-Jugendlicher im Pfarrheim ein und hatte die schwierige Aufgabe vor sich, von acht Bäckereien bzw. Backwarenverkaufsstellen die beste Breze herauszufinden, wobei die Hersteller nicht bekanntgegeben wurden, um die Tests nicht zu beeinflussen. Bewertet wurden das Gewicht, die Form und das Aussehen, die Farbe, die Konsistenz, die Salzauflage usw. Insgesamt 35 Punkte waren zu vergeben. Die beste Breze erreichte stolze 33 Punkte, während der Flop unter den getesteten Brezen magere 7 Punkte zusammenbrachte.

 

03. August: Das Pfarrfest im Rohbau unseres neuen Pfarrzentrums sah viele freiwillige Helfer der Kolpingfamilie, die so zum guten Gelingen beitrugen.

Im Übrigen nimmt das Pfarrheim immer mehr Gestalt an und wir dürfen uns schon bald auf schöne, freundliche Räumlichkeiten freuen.

 

 

 

Vorschau

 

Zur Generalversammlung am 19 September, der letzten im alten Pfarrheim, stehen auch die Entlastung der Vorstandschaft und Neuwahlen an. Die Verbundenheit zur Kolpingfamilie und auch der Dank für die ungezählten Stunden freiwilliger Arbeit der Vorstandschaft in den vergangenen zwei Jahren kann durch zahlreichen Besuch von Euch allen zum Ausdruck gebracht werden!

Bis auf wenige Vorstandsmitglieder haben sich alle bereit erklärt, auch für die neue Amtsperiode zur Verfügung zu stehen. Dafür jetzt schon ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

 

Das Familienwochenende des Bezirks findet vom 28. - 30.11.1997 in Teisendorf statt. Alle interessierten Familien werden gebeten, sich diesen Termin vorzumerken. Wegen der Anmeldung erfolgt gesonderte Nachricht!

 

 

Personalien

 

Unser früherer Präses Johann Schober (1979 - 1982) wurde vor kurzem zum Leiter des Priesterseminars in Regensburg ernannt. Herzlichen Glückwunsch!

 

Für langjährige Treue zum Kolpingwerk werden in der Generalversammlung geehrt:

            H. Josef Wiesmüller                              - 50 Jahre

            H. Hans Brandl                                     - 40 Jahre

 

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin „Treu Kolping“!

 

 

Aus der Vereinschronik

 

Was ereignete sich in der Kolpingfamilie

 

-           vor 10 Jahren?

 

-           Im Rahmen eines Glaubensseminares mit vier Vortragsabenden zeichnete für das Thema „Was die Bibel Umkehr nennt“ die KF verantwortlich. Vorsitzender Franz Gärtner begrüßte neben dem Referenten Pfarrer Johann Schober insgesamt 94 Zuhörer.

-           Die Generalversammlung am 24.04.87 berichtete u.a. über Ausflüge des Familienkreises nach Riedenburg, zum Ponyhof und zweimal zur Agfa-Hütte. Bei der AK/AP-Sammlung, so liest man, seien die wenigen Helfer mit dem umfangreichen Sammelmaterial überfordert gewesen. Der Bericht über die Jungkolping-Gruppe musste entfallen, da damals kein Gruppenleiter vorhanden war und die Aktivitäten vorübergehend ruhten.

-           Zum Kolpinggedenktag sprach Pater Thomas OSB aus Rohr über „Glaube an Gott gibt Gelassenheit“.

 

-           vor 20 Jahren?

 

-           Zum Kolpingball am 12.2.77 spielte die Rottenburger Tanzkapelle „The Stops“, die bestimmt vielen noch in Erinnerung ist. Der Eintritt betrug DM 5,00.

-           Am 9.3.77 sprach Diözesanpräses Wilhelm Schraml über das Kolpingwerk in Brasilien.

-           In der Generalversammlung am 29.4.77 wurde Josef Zachmeier zum 1. Vorsitzenden als Nachfolger von Franz Lang gewählt. Präses war Kaplan Johann Pelg. Der KF gehörten damals 68 Mitglieder an. Hauptsächlich wegen des unglücklichen „Juso-Abgrenzungsbeschlusses“ traten während des Vereinsjahres 21 Mitglieder aus dem Verein aus.

-           Der 2-Tages-Ausflug im Juli führte nach Zell am See und zum Tauernkraftwerk Kaprun.

-           Am 7.10. fand ein Kolping-Quiz mit mehreren Kolpingfamilien aus dem Bezirk statt, Sieger wurde KF Bayerbach. Der Chronist hielt fest, dass aber keines der teilnehmenden Teams den Text des Kolpingliedes richtig kannte; u.a. wurde zu Papier gebracht „Kolping war ein Schuhmacher und reiste durch die Lande“.

 

Wie ginge es uns heute damit?

 

 

-           vor 30 Jahren?

 

-           Am 28.1. fand im Eigenstettersaal der Kolpingball mit der Tanzkapelle „Cubanas“ statt. Senior Helmuth Zellner begrüßte über 350 (!) Gäste.

-           Die Generalversammlung fand am 7.4.67 im Clubzimmer des Gasthofes Streibl („Zur Post“) statt. Der Mitgliederstand betrug damals 26 Aktiv- und 25 Altkolpingmitglieder.

Die Vorstandschaft wurde so gewählt:

Senior: Helmuth Zellner; Stellvertreter: Martin Heinrich; Altsenior: Josef Zinecker;

Schriftführer: Michael Grebler; Kassier: Josef Ehner; Sportwart: Manfred Kammermeier; Obmann für Familienfragen: Gerhard Kammermeier; Obmann für Handwerksfragen: Alfred Lang; Jungkolpingführer: Albert Buchberger.

-           Das Johannisfeuer am 23.6.67 fand auf dem alten Sportplatzgelände (Jahnhöhe) statt, Kaplan Zölch sprach zu den Besuchern. Anschließend wurden Lieder vor dem brennenden Holzstoß gesungen. Später wagten dann die ersten Burschen einen kühnen Sprung über die Feuersglut, „dass ab und zu eine Hose zu glimmen anfing, war dabei nicht wichtig“.

 

 

MitgIiederentwickIung

 

Wir begrüßen in unserer Kolpingfamilie die zuletzt eingetretenen Mitglieder:

Albrecht Beate, Eigenstetter Marianne, Gammel Philipp, Traublinger Inge, Familie

Wiesmüller Peter mit insgesamt 5 Personen.

 

Der Mitgliederstand hat erstmals die 200-Grenze überschritten, nämlich 203!

 

 

Aktuelles Thema

 

Seit Bestehen des Wochenmarktes sowie auch nach den Sonntagsgottesdiensten werden von der Kolpingjugend in festem Turnus „Dritte-Welt-Waren“ zum Kauf angeboten. Auch wenn sich diese Bezeichnung mittlerweile eingebürgert hat, richtig sollte sie eigentlich lauten „Eine-Welt-Waren“, denn letztlich leben wir alle in dieser einen Welt!

Leider scheint bei einigen Bürgern unserer Stadt die Anschauung vorhanden zu sein, die Kolpingfamilie würde durch den Verkauf dieser Waren „den armen Menschen das wenige, was sie zum Leben haben, auch noch wegnehmen“. Diese total ins Gegenteil mündende Meinung sollte, wenn sich Gespräche in dieser Richtung ergeben, von den Mitgliedern der Kolpingfamilie mit Nachdruck richtig gestellt werden. Zutreffend ist, dass durch die drastisch gefallenen Rohstoffpreise, verschärft durch profitgierige Zwischenhändler, sich die Bedingungen der Hersteller dramatisch verschlechtert haben. Um hier einen Ausweg zu finden, wurde „Transfair e.V.“ gegründet, ein Zusammenschluss von Organisationen, die sich für partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen mit der sog. „Dritten Welt“ einsetzen. Die konkreten Maßnahmen des fairen Handels umfassen Erzeugerpreise, die deutlich über dem Weltmarkt liegen und den Herstellern angemessene Vorfinanzierungen undlangfristige Liefer- und Abnahmeverträge garantieren.

Auch werden die Projektpartner in den Erzeugerländern gezielt ausgesucht nach folgenden Kriterien:

-           humane Arbeitsbedingungen und angemessene Entlohnung

-           Nutzung einheimischer Rohstoffe

-           Verwendung einfacher, angepasster Techniken

-           Abbau der einseitigen Abhängigkeit vom Ausland

Es ist erwiesen, dass sich die Lebensbedingungen der Menschen, die über „Transfair-Projekte“ ihre Waren an uns verkaufen, spürbar gebessert haben.

Tragen wir also weiterhin durch den Kauf der Waren an unserem mobilen Verkaufsanhänger dazu bei, Zeichen der Solidarität zu setzen! Zugleich freut sich natürlich unsere Kolpingjugend‚ die seit über 5 Jahren in anerkennenswerter Weise ihre Freizeit bei jedem Wetter einsetzt, über steigende Umsatzzahlen zum Wohle unserer Mitmenschen.

 

 

Was sonst noch?

 

Genau weiß man es nicht mehr, aber 25 Jahre sind es bestimmt schon, dass sich regelmäßig jeden Freitagabend im Gasthof Eigenstetter eine Stammtischrunde mit fast ausschließlich Kolpingmitgliedern zum „Schafkopfen“ trifft. Nicht die Höhe des Gewinnes ist maßgebend, sondern allein die Freude am altbayerischen Spiel und natürlich die Unterhaltung nach dem Stress einer arbeitsreichen Woche sind es, dass die Kolpingfreunde sich jede Woche treffen.

Wer also Lust auf dieses schöne Spiel hat, aber schon längere Zeit keine Gelegenheit mehr dazu hatte, ist willkommen zum Spiel mit der „Schellen-Sau“ oder zu einem „Herz-Solo-Tout“!

 

 

Zu guter Letzt

 

Ein aufgeweckter junger Mann war einmal zu einer Besichtigung in München und fragte in seinem Dialekt eine vornehme ältere Dame nach einer Wegauskunft. Die Dame betrachtete ihn von oben herab und sagte: „Mein lieber Junge, wenn Du mit einer Dame sprichst, nimmst Du zuerst einmal die Hände aus der Hosentasche, dann nimmst Du die Mütze ab, vorher schnäuzt Du Dich und dann sagt man: „Bitte darf ich Sie etwas fragen?“ Der Junge hörte verdutzt zu und als er sich wieder gefangen hatte, sagte er: „Nein, dann verlaufe ich mich lieber!“

Ergeht es heute nicht vielen Menschen so mit unserer vornehmen alten Dame, die sich „Kirche“ nennt? Viele möchten Kontakt, sie suchen einen Weg. Sie ahnen auch, dass vielleicht die Kirche eine Auskunft über diesen Weg geben könnte. Aber dann hören sie soviel Moral, werden mit so vielen Vorschriften konfrontiert - das alles noch mit erhobenem Zeigefinger - und dann vergeht ihnen die Lust; sie verlaufen sich lieber.

Vieles in der Kirche, so die Kritiker, sei unehrlich, verstaubt und laufe dem Stil des modernen Menschen zuwider. Die Kirche sei eine gealterte Kirche, sie lebe am Heute vorbei und sei den Anforderungen dieser Zeit nicht mehr gewachsen.

 

Als Papst Johannes XXIII. einmal gefragt wurde, was das Ziel des Konzils sei, riss er das Fenster auf, an dem er gerade stand und sagte: „Das frische Luft in die Kirche gebracht werde!“

 

 

Frische Luft können auch wir in unsere Kolpingfamilie hereinbringen, wenn möglichst viele Mitglieder mitmachen, das Programm durch aktive Teilnahme mit Leben zu erfüllen und darüber hinaus in unserer Pfarrgemeinde Wegweiser sein wollen, damit keiner sich verlaufe.

 

 

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Impressum:

 

Herausgeber:      Kolpingfamilie Rottenburg

Redaktion:           Bernhard Gammel

Vervielfältigung:  Kath. Pfarramt Rottenburg