500 Euro für die Priesterausbildung der Mariannhiller Missionare

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Anlässlich des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Josef Pöschl spendete die Kolpingfamilie Rottenburg 500 Euro für die Priesterausbildung der Mariannhiller Missionare. Manfred Zormeier und Siegfried Zehentbauer vom Leitungsteam übergaben den Betrag an Pater Michael Maß, Mitglied der Generalleitung in Rom, sowie an Bruder Fidelis Burgstaller, ehemaliger Generalökonom. Die Priesteramtskandidaten sind in Deutschland in der äußert günstigen Lage, wie alle Studenten, dass das Studium kostenlos ist. In den afrikanischen Ländern hingegen ist ein Theologiestudium mit großen Kosten für den Orden der Mariannhiller verbunden. Viele Studenten können ihr Studium nur mit Spenden finanzieren. Daher hat sich die Vorstandsschaft entschlossen, als katholischer Verein hier sehr gerne zu unterstützen.

 

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Manfred Zormeier (1. v. l.) und Siegfried Zehentbauer (4. v. l.) vom Leitungsteam über gaben den Betrag an Pater Michael Maß (2. v. l.), Mitglied der Generalleitung in Rom, sowie an Bruder Fidelis Burgstaller (3. v. l.), ehemaliger Generalökonom.


Vortrag von Daniela Praml

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Sehr gut besucht war der Vortrag der Kolpingsfamilie Rottenburg, den die Referentin Daniela Praml vergangene Woche über Ihr freiwilliges Jahr im Südafrika hielt. Dieses Jahr verbrachte sie in Hermanus über den Verein “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.”. Hermanus ist eine Stadt mit knapp 33.000 Einwohnern, ca. 120km östlich von Kapstadt entfernt. Nach dem Studium hatte Daniela Praml ein Auswahlverfahren zu absolvieren. Nach der Zusage für den Auslandsaufenthalt fand noch ein 10-tägiges Vorbereitungsseminar über Südafrikas Bräuche und Sitten, die Kultur, die Rassismusprobleme, usw. statt. Nach der Ankunft im Juli 2016 arbeitete sie in der Camphill School und im Internat für Kinder mit Behinderung. Grundlage für die Bildung und Erziehung der Kinder bildet das Konzept der Waldorfschule. In dem Internat sind Kinder mit ADHS, Down Syndrom oder Autismus untergebracht, aber auch Kinder, die aufgrund von Drogen- und Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft lern- und entwicklungsverzögert sind. Daniela Praml war während ihres Aufenthaltes v.a. für einen Jungen mit Autismus zusammen mit einem anderen Betreuer verantwortlich. Dies umfasste zum einen die Betreuung während

des Unterrichts am Vormittag, aber auch nachmittags während der Hausaufgaben oder der Freizeit. Anhand vieler Fotos und der sehr lebendigen und authentischen Vortragsweise erhielten die Zuhörer Einblicke, wie die Freiwilligen das Leben ihrer Schützlinge mit vielen Feiern wie Nikolaus, Krippenspiel, Heritageday, Sportfest, usw. bereicherten. Gleichzeitig gab es immer wieder Schwierigkeiten und Reibereien mit den Verantwortlichen vor Ort. Das Internat finanziert sich über die monatlichen Zahlungen der Eltern, aber auch zum großen Teil über Spenden. Lebensmittel werden oft von Supermärkten vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt. Es kam aber auch öfters vor, dass die Spenden ausblieben und die Betreuer auf die letzten finanziellen Notreserven zurückgreifen mussten, damit die Kinder genügend zu Essen hatten. Den Abschluss dieses erlebnisreichen, aber auch anstrengenden Jahres bildete ein Urlaub in Namibia mit den anderen Betreuern. Während des Vortrages kamen von den Besuchern viele Zwischenfragen. Zum Abschluss bedankte sich die Vorstandschaft der Kolpingsfamilie Rottenburg mit einem kleinen Geschenk bei der Referentin.